24.09.2018 - Semporna, Borneo (Malaysia)

Kaum ist der Flieger gestartet ist er auch schon wieder in «Tawau» gelandet, auch kein Wunder bei einer Flugzeit von einer Stunde. Da war die Weiterfahrt im Minibus nach Semporna sogar länger. Diese führte mich an schönen Palmenfelder vorbei, an grossen, aber auch an neu gepflanzten Setzlingen. Leider setzte sich das Schöne nicht fort, als ich in dem Ort Semporna (Hafenbereich) angekommen bin. Verdreckt, laut, geschäftlich (Tourismus mässig), voller Chinesen und herumstreuende Hunde. Ich kam aber nicht hierher um den Ort zu bewundern, sondern ein grandioses Tauchgebiet «Sipadan», welches in der Nähe liegt. Zumindest wird einem das in den einschlägigen Tauchportalen/ Seiten erzählt. Schauen wir (ich) mal ob das das stimmt.

Ich hab, wie meist auf meinen Backpacker-Ferien, nichts im voraus gebucht. So bin ich total flexibel, je nachdem ob mir was oder wer gefällt. GROBER FEHLER, welcher mich nun einholt. Das Tauchgebiet liegt im Marine Park (Naturschutzpark) und lässt nur sehr begrenzt Taucher rein. Zudem wird hier sehr viel mit Tauchkombinationen mit Unterkünften gehandhabt. Shit, nochmals! So verbrachte ich einen ganzen Nachmittag damit die zahlreichen Tauchbüros zu besuchen und wurde immer abgeschmettert, vor Ende September keine Chance. Ach nee, gib’s doch nicht! Meine Beharrlichkeit zeigte allerdings Wirkung, schlussendlich fand ich ein chinesisches Reise-/ Tauchbüro welches mich am Mittwoch auf ein Schiff für einen Tagesausflug unterbringt.

Das ganze Darum hat mir aber ziemlich die Laune verschlagen und ich hatte keine allzu grosse Lust mehr auf ganz Borneo. Um Klar zu stellen, das lag nicht an Borneo, sondern an mir. So buchte ich (unteranderem frustriert) einen Flug auf Donnerstag an einen Ort, wo es mir bisher immer passte: nach BALI, meine Lieblingsinsel schlechthin.

 

(Bild: Mabul Island, nicht Samporna) 

Aber nun weiter im Bericht zu Borneo: Nachdem sich am nächsten Tag meine Enttäuschung gelegt  hat, bin ich trotzdem Tauchen gegangen, auf einen der naheliegenden Inseln. Schliesslich kannte ich ja nun 90% der Tauchbüros ;-) . Diese 3 Tauchgänge verbesserte meine Stimmung enorm. Zum einen durch das Tauchen, zum anderen durch die Taucher die ich kurzzeitig kennen lernen durfte.
Ich konnte meine neu gekaufte Unterwasserkamera (4 Tage vor Abflug) zum ersten Mal im Wasser ausprobieren und bin begeistert. Hier ein paar Bilder, Wracks und grosse Schildkröten waren die Highlights der Tauchgänge. Das Ganze war zwischen 6 und 29 Meter, ohne Blitz aufgenommen und nicht weiter bearbeitet worden.